Pablo Volta wurde 1926 in Buenos Aires geboren. Am Ende des Zweiten Weltkriegs, in dem er als Partisan auf der Seite der Amerikaner auftrat, schloss er sich für einige Monate seinem Vater, einem Journalisten, nach Berlin an. Hier kauft er eine Kamera und macht seine ersten Aufnahmen. Damit verewigt er die von den Bombenangriffen völlig verwüstete Stadt.
Zurück in Italien beschäftigt er sich mit Krimis für Zeitungen wie „Milano Sera“.
1950 ging er nach Rom: Bei Cinecita arbeitete er an einigen Kurzfilmen mit und war an den Dreharbeiten zu „Der weiße Scheich“ von Fellini beteiligt.
Nach dieser Zeit gründete er mit seinem Freund Franco Pinna und mit Plinio De Martiis, Caio Garrubba und Nicola Sansone die „Associated Photographers“, die erste Genossenschaft von Fotografen in Italien, eine Erfahrung, die nach etwa einem Jahr mangels wirtschaftlicher Mittel endete.
Im Dezember 1954 kam er, fasziniert von der berühmten „Untersuchung von Orgosolo“ des sizilianischen Anthropologen Franco Cagnetta und den Problemen im Zusammenhang mit dem Banditentum, nach Sardinien, nach Orgosolo; hier entdeckte er eine neue Welt, blutig, aber intakt in ihren Werten und Traditionen, von der er bis heute tief fasziniert ist.
1957 ging er nach Mamoiada, wo er die ersten Fotos des Karnevals machte. Diese werden zusammen mit denen von Orgosolo den ikonografischen Apparat des Bandes „Bandits d'Orgosolo“ bilden, der ersten Ausgabe von Cagnettas Untersuchung, die 1963 in Frankreich veröffentlicht wurde.
Seine Bilder von Sardinien werden zusammen mit denen von Franco Pinnas Lucania in Italien der Ethnofotografie den Weg ebnen, einem Genre, das bisher wenig Beachtung fand, das aber in den kommenden Jahren weite Verbreitung finden wird.
Nach seinem Umzug nach Paris wird er weiterhin in den Nachrichten für Zeitungen arbeiten, insbesondere für „Il Mondo“ von Pnunzio. Besonders interessant sind die in dieser Zeit aufgenommenen Porträts von Prominenten aus der Kunst- und Filmwelt. Nach einer langen Erfahrung als Betreiber in der RAI-Zentrale in Paris veranlasste ihn seine Liebe zu Sardinien und zur sardischen Wandmalerei, sich dauerhaft in San Sperate niederzulassen.
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Jahr : 2004
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