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Joe Fuos

Joe Fuos

Laut dem Gelehrten Francesco Alziator beginnt die Reiseliteratur auf Sardinien mit dem Deutschen Joseph Fuos. Tatsächlich nimmt der Blick auf die Insel durch diesen Kaplan eine andere Perspektive ein: Früher Gegenstand kalter Berichte und Gedenkfeiern für die piemontesische Regierung, steht Sardinien heute unter den kritischen und interessierten Augen von Reisenden, die sich mit Interesse den lokalen Gebräuchen, Gebräuchen und den unterschiedlichsten Aspekten der Gesellschaft widmen.
Fuos wurde 1739 in Krumschiltach bei Baden gegründet. Über sein Leben gibt es nur wenige Informationen: Als Lutheraner studierte er Theologie und 1760 wurde er zum Kaplan des Infanterieregiments in Stuttgart ernannt. Dann entschied er sich dafür, seine kirchliche Karriere fortzusetzen, bis er Bischof in der Stadt Ebersbach wurde, wo er 1805 starb. Sein Aufenthalt auf der Insel geht auf die Jahre 1773-77 zurück, als er seine Beobachtungen und Überlegungen zusammenfasste, die er dann in den dreizehn Briefen zusammenfasste, aus denen sich die „Nachrichten aus Sardinien“ zusammensetzen. Das Werk wurde seit 1780 in Deutschland veröffentlicht, erschien aber in unserem Land erst ein Jahrhundert später, als es von einem Anwalt, Pasquale Gastaldi Millelire, übersetzt wurde.
Fuos entdeckt den Kontrast zwischen einem wunderschönen Gebiet und seinem unerschöpflichen Reichtum und seinen schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen, zu einer Zeit, als der Übergang zum Haus Savoyen (1718) das schwere Erbe des zerfallenden Spaniens noch nicht bereinigt hatte. Der deutsche Reisende kann nicht umhin, die Lebensbedingungen der Menschen, den Zustand der von Banditen befallenen Straßen und die enormen Entfernungen, die die Dörfer der Bauern und Hirten fernhielten, zu bemerken, ein Symbol für eine Entvölkerung, Ursache und Wirkung der Armut. In seinen hitzigen Seiten hitziger Kontroversen sowohl gegen die Unfähigkeit der Piemontesen als auch gegen die Faulheit der Sarden bietet er einen nützlichen Querschnitt für den Wiederaufbau der sardischen Gesellschaft in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Die Briefe reichen von Themen über das politische System des Landes (III und IV) bis hin zu den Bedingungen von Kultur und Handel (XI und XII). Als guter Geistlicher widmet er dann den gesamten zentralen Buchstabentext (von V bis X) den Problemen der Kirche, aber seine Aufmerksamkeit konzentriert sich besonders auf die Darstellung der religiösen Ereignisse der Insel (das Fest von Sant'Efisio, die Osterriten), die das Zeugnis alter Traditionen darstellen.

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25/6/2026 - 13:26

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