Das Gebiet von Tissi, das von zahlreichen Wasserläufen, darunter dem Riu Mannu, durchzogen wird, ist reich an archäologischen Unterlagen aus prähistorischer Zeit. Der Kult der Heiligen Victoria und Anastasia stammt aus byzantinischer Zeit.
Die erste Erwähnung des Titels „Heilige Vitoria de Tisi“ findet sich in der „Condaghe di San Michele di Salvenero“ (12.-13. Jahrhundert). Die Fabrik stammt aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts.
Die romanische Kirche aus Kalksteinquadern mit Vulkansteineinsätzen hatte einen Raum mit einem einzigen Erker, einem Holzdach und einer halbrunden Apsis. Das heutige Aussehen ist das Ergebnis einer Rekonstruktion aus dem 17. Jahrhundert, bei der das Holzdach durch Mauerwerk und Tonnengewölbe ersetzt, der Grundriss der Apsis (von halbrund zu viereckig) geändert und eine Reihe von Seitenkapellen geschaffen wurden.
Von den romanischen Bauwerken sind die N/O-Seite und die Fassade erhalten geblieben, die horizontal durch einen dünnen Rahmen mit neun Bögen auf Peducci gekennzeichnet sind. Jedes von ihnen hat eine andere Dekoration: Widderkopf, Menschenkopf, verschiedene phytomorphe Motive. In der Mitte der Fassade öffnet sich das Bogenportal mit einem erhöhten Abflussbogen, der sich mit Quadersteinen aus hellem Kalkstein und dunklem Vulkanit abwechselt. Auf der Höhe der abfallenden Hänge erhebt sich der segelnde Glockenturm aus dem 17. Jahrhundert.
Geschichte der Studien Die
Geschichtsschreibung basiert auf dem von Vittorio Angius herausgegebenen Eintrag „Tissi“ für das Casalis' Wörterbuch '(1850). Im darauffolgenden Jahrhundert stechen Ginevra Zanettis Beiträge zu den Vallombrosani auf Sardinien (1968) und die Akten von Renata Serra (1989) und Roberto Coroneo (1993) in ihren jeweiligen Bänden zur romanischen Architektur auf Sardinien hervor.
Bibliographie
V. Angius, „Tissi“, in G. Casalis, Historisches, Statistisches und kommerzielles geografisches Wörterbuch der Staaten von H. M. dem König von Sardinien, XX, Turin, G. Maspero, 1850, S. 983;
R. Serra, Sardinien, Reihe „Romanesque Italy“, Mailand, Jaca Book, 1989, S. 397-399; R. Coroneo, Romanische Architektur von der Mitte der Tausend bis zur Frühe '300. Nuoro, Ilisso, 1993, Blatt 90;
R. Coroneo, Romanische Kirchen auf Sardinien. Touristisch-kulturelle Reiserouten, Cagliari, AV, 2005, S. 28.
Inhaltstyp:
Religiöse Architektur
Provinz: Sassari
Gemeinsam: Tissi
Makrogebiet: Nord Sardegna
POSTLEITZAHL: 07040
Adresse: via Roma, s.n.c.
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Autor : Mocci Davide
Autor : Dessì Gianluca
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