Der nordwestliche Teil der Provinz Sassari wird von der Nurra dominiert, der zweitgrößten Ebene Sardiniens nach dem Campidano. Ihr Gebiet erstreckt sich hauptsächlich über die Gemeinden Sassari, Porto Torres und Stintino, umfasst aber auch die Gemeinden Alghero, Olmedo und Sorso. Einst von dichten Wäldern und Feuchtgebieten geprägt, präsentiert sich diese Gegend heute überwiegend karg, mit Weiden, landwirtschaftlichen Flächen und der typischen mediterranen Macchia und Garrigue. Von dem bis ins 19. Jahrhundert bestehenden Waldbestand sind heute nur noch vereinzelte Galeriewälder entlang reißender Flüsse wie dem Rio Mannu erhalten. Zwischen der Nachkriegszeit und den 1960er Jahren wurden in der Nurra umfangreiche Landgewinnungsprojekte durchgeführt. Diese Maßnahmen ermöglichten die Trockenlegung der Sümpfe und die endgültige Ausrottung der Malaria, einer Seuche, die seit der Antike die landwirtschaftliche Nutzung dieser Gebiete, die historisch zu den unkultiviertesten und am dünnsten besiedelten der Insel zählten, behindert hatte.
Die Landschaft der Nurrese, von außergewöhnlichem Naturwert, zeichnet sich durch eine heterogene Morphologie aus: Schwemmbecken wechseln sich im zentralen und nördlichen Teil mit Hügelkämmen und Seen ab, während die Westküste von imposanten, steilen Landzungen geprägt ist, die sich zum Meer hin öffnen. Trotz dieser Vielfalt bewahrt die Region eine landschaftliche Harmonie, die hohe Klippen und unberührte Buchten mit der Ruhe der Ebenen im Landesinneren verbindet.
Das Gebiet ist übersät mit zahlreichen ländlichen Dörfern, darunter La Corte, Villassunta, Palmadula, Tottubella, La Pedraia, Biancareddu, Campanedda, Canaglia und Bacchileddu. Unter ihnen sticht das Dorf Argentiera hervor, dessen strenge und zugleich eindrucksvolle Architektur die alte Mine prägt, die heute ein wertvolles Beispiel für Industriegeschichte darstellt. Eine weitere Besonderheit ist der Baratzsee, Sardiniens einziger natürlicher See. Als kostbares Refugium für Vögel ist er durch ein majestätisches Dünengebiet mit der Bucht von Porto Ferro verbunden, die von Küstentürmen aus dem 17. Jahrhundert bewacht wird.
Nordöstlich davon, unweit von Sassari, erstreckt sich die Küste von Platamona: ein langer, feiner Sandstrand, der sich über etwa zehn Kilometer vom Turm Abbacurrente (1571–1578) aus dem 16. Jahrhundert bis zur Punta Tramontana erstreckt und von Teichen und einem üppigen Pinienwald gesäumt wird.
Das prägende Merkmal von Nurra ist das Wasser in seinen Formen – Meerwasser, Süß- und Brackwasser. Seine ständige Präsenz formt die natürlichen Ressourcen der Region und fördert eine hohe Artenvielfalt. Die Feuchtgebiete mit ihren Teichen und Lagunen bereichern die ohnehin schon vielfältige Flora und Fauna, während das marine Ökosystem aufgrund der Artenvielfalt seines Meeresbodens als eines der wissenschaftlich interessantesten Gebiete für die Meeresbiologie im gesamten Mittelmeerraum gilt.
Video - Documentario storico: "Alba sulla nurra", la bonifica, Etfas, anni Sessanta.
Il documentario, realizzato da Fiorenzo Serra, testimonia l'attività di trasformazione fondiaria messa in atto in Sardegna nel secondo dopoguerra. Il filmato appartiene ad una serie di cortometraggi prodotti dall'Etfas (Ente per la trasformazione fondiaria ed agraria in Sardegna).
Strukturkategorie: Naturdenkmal
Inhaltstyp:
Umweltstandort
Provinz: Sassari
Gemeinsam: Sassari
Makrogebiet: Nord Sardegna
POSTLEITZAHL: 07100
Adresse: la Nurra - Provincia di Sassari
Webseite: turismosassari.it/it/esplora-it/mare-e-natura/item/589-mare-e-natura-nella-nurra-di-sassari
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Jahr : 1958
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Autor : Serra Fiorenzo
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