Das Ereignis, das den Eintritt in das Mittelpaläolithikum markiert, ist das Erscheinen des sogenannten Neandertalers, dessen Skelettreste, die sich auf mehr als 300 Individuen beziehen, die in Süd- und Mitteleuropa sowie im Nahen und Mittleren Osten gefunden wurden, chronologisch vor etwa 130.000 und 35.000 Jahren angeordnet wurden. Was Sardinien betrifft, so gibt es beim derzeitigen Stand der Forschung keine verlässlichen Spuren der menschlichen Präsenz auf der Insel, die sich auf das Mittelpaläolithikum beziehen. Die einzigen bekannten Hinweise stammen aus den beiden Funden (in der Höhle von Ziu Santòru und in der Höhle von Cala Ilùne an der Küste von Dorgali) von Holzkohlepeitschen, die in Verbindung mit verbrannten Hirschknochen gefunden wurden, jedoch ohne lithische Werkzeuge oder menschliche Knochen. Dies sind jedoch sehr schwache Hinweise. Das Fehlen konsistenterer und zuverlässigerer archäologischer Spuren, die dem Mittelpaläolithikum zugeschrieben werden könnten, könnte einfach eine Wissenslücke und kein aktueller Stand der Dinge sein.
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