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San Sperate, Megalithgarten

San Sperate, Megalithgarten

San Sperate, Megalithgarten
Megalithgarten. Foto von Marta Cincotti, 2025, aus Catalogo BBCC

Der Megalithgarten ist eine öffentliche Grünfläche entlang der Via Risorgimento, die ab den siebziger Jahren auf Initiative des Bildhauers Pinuccio Sciola im Rahmen des größeren Projekts „Land des Museums“ angelegt wurde, das San Sperate in ein öffentliches Kunstlabor unter freiem Himmel verwandelte. Nach internationalen Erfahrungen und Forschungen zum Megalithismus im Mittelmeer konzipierte der Künstler diesen Raum als experimentellen Ort, an dem Kunst mit der Gemeinschaft in Dialog treten konnte. Bei den von Menhiren und archetypischen nuragischen Formen inspirierten Steinarbeiten handelt es sich nicht um archäologische Rekonstruktionen, sondern um eine kritische und symbolische Überarbeitung der kulturellen Wurzeln der Insel. Der Garten mit seinen achtundzwanzig Artefakten ist eine der ersten Anwendungen des Konzepts eines ausgedehnten Museums auf Sardinien und nimmt Überlegungen zum Genuss der Stadtlandschaft als Kulturraum vorweg. Insgesamt haben Kritiker ein bedeutendes Beispiel für die Integration von zeitgenössischer Skulptur, historischem Gedächtnis und territorialer Identität erkannt. Der als Stadtpark und Treffpunkt konzipierte Raum beherbergt eine Sammlung von etwa achtundzwanzig skulpturalen Steinarbeiten, die Formen und Symbole der megalithischen und nuragischen Kunst in zeitgenössischer Tonart neu interpretieren, darunter Menhire, Dolmen, Stelen und Skulpturen in Form von „Ohren“. Die großen und räumlich verteilten Installationen sind in die Vegetation des Gartens integriert und schaffen visuelle Wege und Beziehungen zwischen den Werken. Die Skulpturen sind in Kernen angeordnet, die nach radialen und halbkreisförmigen Linien angeordnet sind. Eine Anordnung, die den inneren Blick und die Gesamtwahrnehmung verbessert. Entlang der Mittelachse definieren der Springbrunnen an einem Ende, das Denkmal für die Gefallenen in der Mitte und ein kleines Amphitheater am gegenüberliegenden Ende die Perspektive des Gartens und gestalten den rechteckigen Raum, der sich durch eine Abfolge von Brennpunkten erstreckt. Die Grünfläche zeichnet sich durch Rasenflächen und Schotterwege aus, die sich in kleinen, natürlicheren Waldgebieten durch mittelgroße und hohe Bäume schlängeln. Baumreihen und Baumränder begrenzen den Umfang des Gebietes und definieren seine Pfade.

Interessante Aspekte
Das Ganze ist einzigartig im urbanen Kontext und ist Ausdruck des von Sciola initiierten Projekts „Land der Museen“ in San Sperate, bei dem Kunst, Landschaft und Gemeinschaft zu einem Erlebnis kollektiven Genusses verschmelzen. Der Garten zeichnet sich durch einen szenografischen Grundriss aus, bei dem sich volle und leere Räume abwechseln, mit großformatigen Skulpturen, die wie Steinmauern in der Vegetation auftauchen. Der visuelle Effekt basiert auf dem Kontrast zwischen der monumentalen Natur megalithischer Formen und der gesammelten Dimension des urbanen Raums, in dem sie sich befinden. Die halbrunde Anordnung der Steinbänke, die zum kleinen Theater hin ausgerichtet sind, verleiht dem Ganzen eine starke Theatralik. Entlang der Innenwege ändern sich die Ansichten dynamisch: Der Besucher erlebt Perspektiven, die die skulpturalen Artefakte in Bezug zu den Bäumen stellen, in einem kontinuierlichen Dialog zwischen Natur und Kunst.

Strukturkategorie: Naturdenkmal

Inhaltstyp: Giardino

Benutzerfreundlichkeit: Öffnen

Provinz: Cagliari

Gemeinsam: San Sperate

Makrogebiet: Südsardinien

POSTLEITZAHL: 09026

Adresse: via Risorgimento, s.n.c.

Telefon: +39 070 2051152

Email: protocollo@pec.comune.sansperate.ca.it

Webseite: www.sansperate.net/turismo-e-cultura/scopri-il-territorio/giardino-megalitico.html

Informationen zu Tickets und Zugriff: Der Garten ist jederzeit frei zugänglich.

Aktualisieren

7/8/2026 - 10:03

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