Das Denkmal befindet sich auf einem Granitfelsen (984 m über dem Meeresspiegel) und dominiert weitgehend die Ebene von Pratobello.
Die Pfarrkirche von Orosei gilt als eine der eindrucksvollsten architektonischen Errungenschaften der Insel und erfüllt mit Anmut aus dem 18. Jahrhundert voll und ganz die Bedürfnisse der Barockarchitekten im Hinblick auf das Stadtmobiliar.
Die Kirche ist seit dem 14. Jahrhundert bekannt, aber ihre heutige Struktur ist das Ergebnis der Erweiterungsarbeiten, die im 17. Jahrhundert begonnen und 1794 abgeschlossen wurden, als Ignazio Masala von Orosei Rektor war.
In San Giacomo Maggiore zeigt sich der Treffpunkt einer modernisierten architektonischen und ästhetischen Bildung mit einer würdigen, bereits bestehenden Bausituation in der vielleicht einzigartigen Lösung des Bauens, mit einem gewagten szenografischen Mittel, einer Fassade an der Seite der Mauer und in der Artikulation einer Reihe von Presbyteriumskapellen, die ebenfalls gewölbt sind, um die Kuppel des Kreuzgangs. Gerade die Verbreitung von Kuppeln auf Sardinien kann als echte Veränderung des autochthonen Geschmacks angesehen werden, der im 18. Jahrhundert Gestalt annahm und viele sakrale Gebäude in allen Gebieten der Insel betrifft.
Im Inneren entsteht trotz der Perspektivenwechsel, die ohne sein Wissen den Besucher, der die Kirche von der Seite der Mauer betritt, eine Art Verlust erleiden, dank der Vielzahl der Kuppelumgebungen im Presbyterium eine Art wundersame räumliche Verschmelzung.
Die Fassade, die insgesamt an den Schematismus einer hölzernen Ancona zu erinnern scheint, ist architektonisch durch einen stabilen und vorspringenden Markapianrahmen in zwei Ordnungen unterteilt: Die obere wird von einem dreieckigen Tympanon gekrönt und ist über zwei Voluten mit der darunter liegenden verbunden.
Die lineare und weiße Oberfläche der Fassade wird auf der anderen Seite durch die geschäftige Gruppe von Kuppeln, die alle mit Terrakottafliesen bedeckt sind, und dem hoch aufragenden und trockenen Glockenturm kontrastiert.
Geschichte der Studien
Die Kirche ist Gegenstand einer kurzen Zusammenfassung in Salvatore Naitzas Band über die Architektur des späten 17. Jahrhunderts und die puristische Architektur (1992).
Bibliographie
V. Mossa, Von der Gotik zum Barock auf Sardinien, Sassari, Carlo Delfino, 1982; S. Naitza, Architektur vom späten 17. Jahrhundert bis zum puristischen Klassizismus. Nuoro, Ilisso, 1992, Blatt 33.
Inhaltstyp:
Religiöse Architektur
Provinz: Nuoro
Gemeinsam: Orosei
Makrogebiet: Zentral-Sardinien
POSTLEITZAHL: 08028
Adresse: piazza San Giacomo, s.n.c.
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