Die Kirche der Jungfrau von SS. Rosario liegt etwa in der Mitte des Corso Vittorio Emanuele, der Hauptschlagader des historischen Stadtkerns der Stadt aus dem 19. Jahrhundert, ist aber bereits ein prestigeträchtiger Sitz von Adelspalästen und jesuitischen Besitztümern. Fast neben der Kirche wurde das beeindruckende Ordenskollegium hinzugefügt, das unter der Regierung von Bischof Giovanni Antonio Cossu (1785-1796) in ein Seminar umgewandelt wurde.
Das Gründungsdatum ist nicht bekannt, aber wahrscheinlich befindet sich das bestehende Gebäude, das im 19. Jahrhundert umfassend umgebaut wurde, an der Stelle einer älteren Kirche.
Die Fassade ist in zwei Ordnungen unterteilt: In der untersten, von schmalen Pilastern umschlossen und auf einem leicht hervorstehenden Sockel erhöht, öffnet sich das geschwungene Portal, in dem eine reiche Ausstellung manieristischer Formen zu sehen ist, die von der Kultur inspiriert sind, aber entsprechend der von lokalen Arbeitern mehrfach vorgeschlagenen Volkssprache und chromatisch-planaren Version zurückgegangen sind. Es ist vielleicht das einzige Wrack der ältesten Fabrik: Die Pilaster, die gerade mit Streifenrahmen und Rosettenmustern verziert sind, sind von Kapitellen bis zu eingerahmt und von einem Sturz überragt, der von einem modularen Rautenmuster bewegt wird, zu dem ein halbkreisförmiges Tympanon hinzugefügt wird, das in der Mitte durch das Bild der Jungfrau und des Kindes in Flachrelief unterbrochen wird.
Die zweite Ordnung der Fassade scheint stark von den barocken Formen der Carmine-Kirche geprägt zu sein: Zwei flache Pilaster mit ionischen Kapitellen unterteilen sie in drei Spiegel; im mittleren befindet sich ein geschwungenes Fenster, das von der sperrigen öffentlichen Uhr überragt wird, die dort 1875 aufgestellt wurde. Die Krönung wird, wie Carmine, auf konkaven und konvexen Linien gespielt, die mit Wirbeln und Flammengefäßen enden.
Das Innere mit Querdächern und Unterbögen, die die Spannweiten markieren, weist nichts Bemerkenswertes auf. Die Seitenaltäre aus bemaltem Stuck sind dem Heiligen Dominikus, der Jungfrau der Gesundheit, dem Heiligen Nikolaus und dem Heiligen Antonius von Padua gewidmet.
Bibliographie
A. Sari, "Cenni sull'architettura ecclesiastica a Bosa e nel suo territorio", in Le chiese di Bosa, Quaderni di documentazione della Pro Loco di Bosa, Cagliari, Seleni, 1978;
S. Naitza, Architettura dal tardo '600 al Classicismo purista, collana "Storia dell'arte in Sardegna", Nuoro, Ilisso, 1992;
A.F. Spada, Le chiese di Bosa, Sestu, Zonza, 2002.
Inhaltstyp:
Religiöse Architektur
Provinz: Oristano
Gemeinsam: Bosa
Makrogebiet: Zentral-Sardinien
POSTLEITZAHL: 08013
Adresse: corso Vittorio Emanuele II, s.n.c.
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