Die Villa Antonioni, Ende der sechziger Jahre vom Architekten Dante Bini für den berühmten Regisseur Michelangelo Antonioni entworfen, ist ein außergewöhnliches Beispiel für architektonische Innovation, die dank des von Bini selbst entworfenen Patents „Binishell“ geschaffen wurde. Bei diesem System wird eine dünne kuppelförmige Stahlbetonschale verwendet, die durch Aufblasen von Luft angehoben wird. Dank dieser Technik wurden im Laufe der Jahre weltweit mehr als 1500 Bauwerke errichtet, darunter Wohnhäuser, Sportanlagen, Schulen, Touristenkomplexe, Bibliotheken, Büros, Lagerhäuser und Industriegebäude.
Die Geschwindigkeit des Baus, die außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit an den Bau verschiedener Gebäudetypen, die niedrigen Kosten und die hervorragenden statischen Eigenschaften machen diese Technologie zu einer der genialsten und trug maßgeblich zur Erneuerung der Architektur in der Nachkriegszeit bei.
Binis Erfindung ist Teil eines breiteren Forschungskontextes, der in den 1950er und 1960er Jahren zur Standardisierung und Vorfertigung, aber auch zu formalen Experimenten in der Architektur führte. Die Neuheit des Projekts lag im Grundprinzip: einer elastischen Membran, einer pneumatischen Schalung, die, einmal aufgeblasen, die Betonschale zusammen mit der darunter liegenden Metallkonstruktion anhob. Nach dem Aushärten des Betons wurde die Membran entleert und die Öffnungen geschnitten. Anschließend wurde die Konstruktion mit Innenwänden, Systemen, Oberflächen und Vorrichtungen fertiggestellt.
Das ursprüngliche Patent stammt aus dem Jahr 1964. Bis 1970 wurden Verbesserungen vorgenommen, ohne jedoch die grundlegenden Prinzipien des Systems zu ändern. Heute entwickelt und fördert das in Beverly Hills, Kalifornien, ansässige Unternehmen Binisystems diese innovativen Bausysteme weiter.
Die Villa Antonioni nimmt im Panorama von Binis Kreationen einen besonderen Platz ein, und es ist wahrscheinlich, dass der jeweilige Auftrag eine grundlegende Rolle bei der Gestaltung des Hauses gespielt hat. Die Entscheidung, das Binishell-System zu verwenden und die Villa in einer der wildesten und unberührtesten Gegenden Sardiniens zu platzieren, stellt eine perfekte Synthese aus architektonischer Innovation und filmischen Experimenten dar, die Michelangelo Antonioni zu einem der einflussreichsten Regisseure der Welt gemacht hat. Die Standardisierung des Bausystems war perfekt an die künstlerische und kulturelle Idee des Bauherrn angepasst, bereichert durch die Nähe der sensiblen und künstlerisch brillanten Monica Vitti, der damaligen Partnerin des Direktors. Dante Bini entwarf also nicht einfach ein Haus, sondern ein einzigartiges, modernes Werk, das eine architektonische, kulturelle und filmische Vision von großem Wert verkörperte.
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Geschichte der Studien Zur
Villa „La Cupola“ gibt es zahlreiche Zitationen und Referenzbibliografien. Die Studien über die architektonischen Arbeiten und die ursprünglichen Bautechniken von Dante Bini waren immer konstant und haben in den letzten Jahrzehnten einen deutlichen Anstieg erfahren. Das Interesse wurde durch die aktuelle Verbesserung der Nachhaltigkeit und der geringen Invasivität bei der Planung und Konstruktion zeitgenössischer Architektur gefördert. Diese Merkmale sind bereits in der Geschichte in den Bau- und Entwurfstechniken des „Binishell“ -Systems enthalten, das in den sechziger Jahren von Dante Bini konzipiert und patentiert wurde.
Bibliographie
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Strukturkategorie: Denkmal oder monumentaler Komplex
Inhaltstyp:
Zivile Architektur
Provinz: Sassari
Gemeinsam: Trinità d'Agultu e Vignola
Makrogebiet: Nord Sardegna
POSTLEITZAHL: 07038
Adresse: via Lu Ciuoni, 119
Webseite: sardegna.cultura.gov.it/beni-dichiarati-di-interesse-culturale/villa-antonioni-a-costa-paradiso
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Autor : Bini, Moderno <studio fotografico>
Autor : maestranze locali
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Jahr : 1990
Autor : Di Giovanni Clarita
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