Das Gebiet von Tissi, das von zahlreichen Wasserläufen, darunter dem Riu Mannu, durchzogen wird, ist reich an archäologischen Unterlagen aus prähistorischer Zeit. Der Kult der Heiligen Victoria und Anastasia stammt aus byzantinischer Zeit.
Der Titel „sanctae Anastasie de Tissi“ wird 1175 zum ersten Mal in einem Dokument bestätigt, das besagt, dass es zur Vallombrosianischen Abtei San Michele di Plaiano gehört. Die Kirche wurde Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut.
Der ursprüngliche Grundriss aus Kalksteinquadern sah ein Einschiff mit einer S/E-Apsis vor. Im 17. Jahrhundert wurden die Flanken teilweise abgerissen, um eine Reihe von Kapellen aus dem 17. Jahrhundert zu öffnen und den Zugang zur Sakristei zu ermöglichen, die mit dem Oratorium der Bruderschaft vom Heiligen Kreuz verbunden ist.
Nur die Fassade der romanischen Kirche ist fast unversehrt. Sie ist in drei Spiegeln durch zwei Pilaster gekennzeichnet, die vom Boden aus beginnen und bis zum oberen Teil reichen, wo sich sieben Bögen auf den Peducci befinden. Zwei weitere, dünnere Pilaster ragen nach oben, die ebenfalls durch Bögen miteinander verbunden sind, die parallel zu den abfallenden Säulen verlaufen. In den beiden Seitenspiegeln sind zwei Kreuze in dunklen Vulkanstein eingelassen, die sich vom hellen Hintergrund abheben. In der Mitte der Fassade öffnet sich das im 17. Jahrhundert modifizierte Portal, über dem sich ein heute zugemauertes Fenster öffnen musste.
Geschichte der Studien Die
Geschichtsschreibung basiert auf dem von Vittorio Angius für das Casalis' Wörterbuch herausgegebenen Eintrag 'Tissi' (1850). Im darauffolgenden Jahrhundert stechen Ginevra Zanettis Beiträge zu den Vallombrosani auf Sardinien (1968) und die Akten von Renata Serra (1989) und Roberto Coroneo (1993) in ihren jeweiligen Bänden zur romanischen Architektur auf Sardinien hervor.
Bibliographie
V. Angius, „Tissi“, in G. Casalis, Historisches, Statistisches und kommerzielles geografisches Wörterbuch der Staaten von H. M. dem König von Sardinien, XX, Turin, G. Maspero, 1850, S. 983;
G. Zanetti, Die Vallombrosani auf Sardinien, Sassari, 1968, S. 22;
R. Serra, Sardinien, Reihe „Romanesque Italy“, Mailand, 1989, S. 397-398; R. Coroneo, Romanische Architektur von Mitte tausend bis Anfang 300.
Nuoro, Ilisso, 1993, Blatt 89;
R. Coroneo, Romanische Kirchen auf Sardinien. Touristisch-kulturelle Reiserouten, Cagliari, AV, 2005, S. 28.
Inhaltstyp:
Religiöse Architektur
Provinz: Sassari
Gemeinsam: Tissi
Makrogebiet: Nord Sardegna
POSTLEITZAHL: 07040
Adresse: via Frà Damiano Pinna, s.n.c.
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