Der imposante und strenge Komplex, der vollständig aus wohlgeformten Granitquadern besteht, setzt sich aus der Kathedrale San Pietro, dem Glockenturm und dem Oratorium Santa Croce zusammen und prägt die nüchterne Zivilarchitektur, die ihn von allen Seiten umgibt.
Die Kirche San Pietro Apostolo ist die Kathedrale der Diözese Tempio-Ampurias. Ihr heutiges Aussehen ist auf den Wiederaufbau von 1832-39 zurückzuführen, als die bereits bestehende Kirche um eine Spannweite erweitert wurde, wodurch die Fassade, die bereits im 16. Jahrhundert umgebaut wurde, weiterentwickelt wurde. Die Kirche präsentiert barocke Manieren. Sie hat einen einzigen Gang mit vier Kapellen auf jeder Seite. Die sehr einfache Fassade, die nur durch das Trompetenportal und die beiden geschwungenen Fenster an der Spitze verschoben wurde, wird durch die deutlich gegliedertere Seite der Mauer mit den Giebelöffnungen, den mit Mosaiken geschmückten Okuli und der Unterteilung der Oberfläche durch stark erkennbare Doppelpilaster ihrer Funktion beraubt.
Der einschiffige Innenraum mit einem Tonnengewölbe aus Nagel besteht aus vier Kapellen auf jeder Seite. Die in der Nähe des Presbyteriums gelegenen Gebäude sind tiefer, fast so, als ob sie ein Querschiff bilden würden, auf das der große, erhöhte und apsidale Bereich des Presbyteriums eingepfropft ist. In dem Raum befinden sich mehrere Werke, die Erzbischof Capece zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Auftrag gegeben hat, alle im genuesischen Barockstil: Marmoraltar, Kanzel, Baptisterium, verschiedene Marmorstatuen. Die Pfeifenorgel wurde 1980 von Paolo Ciresa, einem Südtiroler Künstler, gefertigt. Sie besteht aus 25 Registern und 1726 Pfeifen.
Das Oratorium von Santa Croce in E hat eine schlichte Fassade, die auf den beiden Ebenen durch Pilaster gekennzeichnet ist und von einem dreieckigen Tympanon abgeschlossen wird, das durch zwei gebogene Flügel mit dem Unterkörper verbunden ist. Einst war es ein mit Rundbögen verstärktes, genageltes Fass, das den einzigen Gang bedeckt.
Geschichte der Studien
Einen Überblick über die Studien finden Sie in der Bibliographie zum Informationsblatt im Band „Kunstgeschichte Sardiniens“ über die Architektur des 19. Jahrhunderts (1992).
Bibliographie von
S. Naitza, Architektur vom späten 17. Jahrhundert bis zum puristischen Klassizismus. Nuoro, Ilisso, 1992, Blatt 63.
Inhaltstyp:
Religiöse Architektur
Provinz: Sassari
Gemeinsam: Tempio Pausania
Makrogebiet: Nord Sardegna
POSTLEITZAHL: 07029
Adresse: via Parrocchia, s.n.c.
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