Die Kirche in der Nähe des heutigen Weilers Li Punti wurde auf dem ländlichen Gelände der „Villa“ von Innoviu oder Annoico errichtet, die in der „Condaghe di San Pietro di Silki“ (11.-13. Jahrhundert) erwähnt wird.
Die Kirche Santa Barbara ist ein interessantes Beispiel kleinerer romanischer Architektur, die ihren Hauptcharme aus ihrer organischen Eingliederung in die Landschaft bezieht.
Auf der Rippe des Nordportals ist die Inschrift der Weihe eingraviert, die zwar verstümmelt ist, sich aber möglicherweise auf die Jahre zwischen 1270 und 1280 bezieht.
Die Kirche, erbaut aus mittelgroßen Kalksteinquadern, perfekt quadratisch und mit Reihen von Terrakottaeinsätzen versehen, hat einen Grundriss mit einem einzigen Erker, einem Holzdach und einer S/E-Apsis.
Den Abschluss der Fassade bildet ein großer segelnder Glockenturm, der zwischen Eckpfählen eingespannt und mit zweigürtigen Bögen geschmückt ist, die in einen einzigen Quader gehauen sind. Das apsidenförmige Kopfteil hat keinen Eckpfeiler, sondern die aus einem Ring bestehenden Spitzbögen, die ebenfalls an den Seiten aneinanderreihen. Bei allen Bögen befindet sich in der Lünette ein Gehäuse für Keramikbecken, das fast alle entfernt sind. Nur einer mit der Figur eines Fisches hat „vor Ort“ überlebt.
Geschichte der Studien
Die Kirche wird von Enrico Costa (1937) erwähnt. Raffaello Delogu nahm sie in sein Studium der mittelalterlichen Architektur auf Sardinien (1953) auf. Die aktuellsten Beiträge stammen von Roberto Coroneo (1993) und Marisa Porcu Gaias (1996).
Bibliographie
E. Costa, Sassari, Sassari, Gallizzi, 1937, S. 1200;
R. Delogu, Die Architektur des Mittelalters auf Sardinien, Rom, Die Staatsbibliothek, 1953, S. 193-195;
M. Botteri, Leitfaden für die mittelalterlichen Kirchen Sardiniens, Sassari, Chiarella, 1978, S. 129; A. Cesaraccio-V.
Mossa, Sassari und sein Gesicht, Sassari, Carlo Delfino, 1983, S. 267;
R. Coroneo, Romanische Architektur von Mitte tausend bis Anfang 300. Nuoro, Ilisso, 1993, Blatt 106; M. Porcu Gaias, Sassari.
Architektur- und Stadtgeschichte von ihren Anfängen bis 600, Nuoro, Ilisso, 1996, S. 36; R. Coroneo, Romanische Kirchen auf Sardinien.
Kulturelle Reiserouten, Cagliari, AV, 2005, S. 26.
Inhaltstyp:
Religiöse Architektur
Provinz: Sassari
Gemeinsam: Sassari
Makrogebiet: Nord Sardegna
POSTLEITZAHL: 07100
Adresse: viale Porto Torres, s.n.c.
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