Die Villa Doloretta oder Villa Pollini wurde 1812 auf Wunsch des Grafen Gaetano Pollini erbaut, einem Weizenhändler ligurischer Herkunft, der sich in Cagliari niederließ. Das Gebäude ist ein bedeutendes Beispiel neoklassizistischer Architektur mit spätbarocken Einflüssen in der Dekoration und in der Gestaltung der Räume. Der im italienischen Stil gestaltete Garten zeugt von der Integration zwischen repräsentativem Wohnen und landwirtschaftlicher Tätigkeit. Im 20. Jahrhundert ging die Villa in den Besitz mehrerer Familien über, darunter die Porcile di Sant'Antioco und die Zedda Piras, die sie zu Ehren seiner Frau Doloretta Marcello Serra in „Villa Doloretta“ umbenannten. 1992 wurde das Gebäude vom Staat erworben und unterstand dem Schutz der Superintendenz, die Restaurierungs- und Konservierungsmaßnahmen förderte.
Der Garten der Villa Doloretta oder Pollini ist eine grüne Wohngegend in einem Vorort. Das Hauptgebäude wird von einer Gruppe ländlicher Gebäude flankiert, die der Verwaltung eines ehemaligen Bauernhofs dienten. Diese Gebäude sind um Innenhöfe herum angeordnet, die sich in Aussehen und Funktion unterscheiden. Auf der Vorderseite der Villa befindet sich der eingezäunte und regelmäßig angelegte repräsentative Garten, der sich durch eine formale Kulisse mit einem monumentalen Ficus macrophylla in der Mitte auszeichnet, der aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts stammt. Davor befindet sich ein Springbrunnen, der heute außer Betrieb ist und ursprünglich den dekorativen Dreh- und Angelpunkt der Pflanze darstellte. Im Inneren des repräsentativen Gartens befindet sich auch ein Teil des Grundstücks, das erkennbare Spuren eines alten Obst- oder Zitronenhains aufweist. Am Rand wachsen Kletterrosen, und in den Blumenbeeten an der Seite der Villa wachsen aromatische Pflanzen. Der weitläufige Hinterhof war für produktive Aktivitäten vorgesehen und enthielt Serviceräume, Räume für den Anbau und die Unterbringung von Tieren. In diesem Bereich befand sich auch eine private Kapelle, die heute verschwunden ist.
Interessante Aspekte
Die Villa fügt sich szenografisch in die Periurbane Landschaft von Cagliari ein. Das Vorhandensein des hundertjährigen Ficus erzeugt visuelle Kontraste zwischen vertikalen Vegetationselementen und der architektonischen Symmetrie der Villa. Die perspektivische Achse zwischen der Hauptfront der Residenz und dem formalen Garten unterstreicht den monumentalen Charakter des Gebäudes. Auf der Rückseite bildet die freiere und funktionellere Anordnung der landwirtschaftlichen und produktiven Bereiche einen naturalistischen und produktiven Kontrapunkt zur strengen formalen Komposition.
Strukturkategorie: Naturdenkmal
Inhaltstyp:
Giardino
Provinz: Cagliari
Gemeinsam: Cagliari
Makrogebiet: Südsardinien
POSTLEITZAHL: 09121
Adresse: via Edward Jenner, 3
Telefon: +39 070 20101
Email: sabap-ca@cultura.gov.it
Webseite: sabapca.beniculturali.it
Aktualisieren
Wo ist es
Kommentare