Anlässlich der Europäischen Archäologietage feiert die Region Sardinien ihr außergewöhnliches Erbe. Ein Schatz, der seit Jahrhunderten Gelehrte und Besucher aus aller Welt anzieht, wie ein großes Freilichtmuseum. Von den monumentalen Überresten der vornuragischen und nuragischen Zeit bis hin zu den nachfolgenden phönizischen, punischen und römischen Schichtungen erzählt die Insel eine tausendjährige Geschichte voller Entdeckungen, Forschungen und technologischer Innovationen.
Die Pioniere der Forschung
Das Interesse an archäologischen Stätten und Funden, das ursprünglich von antiquarischen Interessen getrieben wurde, erlebte im 19. Jahrhundert dank der Tätigkeit des Kanonikus Giovanni Spano, der die wichtigsten regionalen Stätten untersuchte und die Zeitschrift „Bullettino Archeológico Sardo“ gründete, mit bedeutendem Untertitel „Sammlung antiker Monumente aller Arten auf der ganzen Insel Sardinien“, eine historische Zeitschrift und Sammlung von Studien, die zwischen 1855 und 1884 veröffentlicht wurden und die erste systematische Arbeit widmet sich der Erhaltung und Katalogisierung des historischen und archäologischen Erbes. Zur gleichen Zeit begann General Alberto Lamarmora mit einem monumentalen Werk der geographischen, historischen und ethnologischen Katalogisierung, das in seine Essays „Reise nach Sardinien“ und „Reiseroute der Insel Sardinien“ aufgenommen wurde. Im zwanzigsten Jahrhundert stechen die Figuren von Antonio Taramelli hervor, der mehr als dreißig Jahre lang systematische Ausgrabungen in der gesamten Region leitete, und in jüngerer Zeit von Giovanni Lilliu, dessen Werk die Interpretation der nuragischen Zivilisation und der ältesten Inselgeschichte revolutionierte.
Heute
sind Wissenschaftler dank der strengen Anwendung der stratigraphischen Methode und des Einsatzes modernster Ausgrabungstechnologien in der Lage, die Ereignisse in den untersuchten Gebieten millimetergenau zu rekonstruieren. In diesem Bereich ist der Katalog des kulturellen Erbes von grundlegender Bedeutung als Instrument zur Kenntnis, zum Schutz und zur Verbesserung des archäologischen Erbes. Er wird durch eine systematische Zählung ermöglicht, archäologische Notfälle zu kartieren, Kontexte zu rekonstruieren, Stätten und Funde zu digitalisieren, Informationen zu archivieren und auszutauschen und die wissenschaftliche Forschung und die öffentliche Zugänglichkeit zu fördern.
SardegnaKultur und Archäologie
Das Portal SardegnaCultura bietet mit verschiedenen Informationsmaßnahmen einen Schwerpunkt, der der Archäologie gewidmet ist.
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